Was verdient eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut in Berlin?
Angestellte Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten verdienen in Deutschland im Durchschnitt rund 20,70 Euro pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche sind das etwa 3.250 Euro brutto im Monat. In Berlin liegen ambulante Praxen meist in diesem Rahmen; Kliniken, die nach TVöD zahlen, liegen je nach Stufe darüber.
Bei uns in Berlin-Wittenau liegt die Spanne bei 22 bis 28 Euro pro Stunde, abhängig von Qualifikation und Berufserfahrung.
Woran hängt der Unterschied?
Drei Stellschrauben erklären fast die gesamte Spanne:
1. Der Arbeitgeber. Eine Klinik nach TVöD zahlt anders als eine ambulante Praxis, und eine Praxis mit 25 Mitarbeitenden anders als eine Einzelpraxis. Große Praxen können höhere Stundenlöhne tragen, weil sich Empfang, Abrechnung und Raumkosten auf mehr Schultern verteilen.
2. Zertifikate. Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage und Krankengymnastik am Gerät sind keine Schmuckqualifikationen - sie sind Abrechnungsberechtigungen. Wer sie hat, bringt der Praxis höhere Positionswerte ein, und das schlägt sich im Stundenlohn nieder. Das ist der direkteste Hebel, den Sie selbst in der Hand haben.
3. Berufserfahrung. Die ersten drei Jahre kosten am meisten Einarbeitung. Danach verschiebt sich das Verhältnis, und der Lohn folgt - in der Regel langsamer, als er sollte.
Was ist brutto, was bleibt netto?
Von 3.250 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I ohne Kirchensteuer rund 2.150 bis 2.250 Euro netto übrig. Die genaue Zahl hängt an Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkassenzusatzbeitrag und Bundesland. Jeder Brutto-Netto-Rechner liefert Ihnen den Wert für Ihren Fall in zwei Minuten - eine pauschale Angabe wäre hier geraten und nicht hilfreich.
Warum der Stundenlohn allein nichts sagt
Eine Zahl, die man beim Vergleich fast immer übersieht: wie viele Patienten in dieser Stunde behandelt werden.
Bei einem 20-Minuten-Takt sind das drei Behandlungen pro Stunde. Bei einem 25-Minuten-Takt sind es gut zwei. Derselbe Stundenlohn bedeutet in beiden Fällen etwas völlig anderes - für Ihren Rücken, für Ihre Dokumentation und dafür, ob Sie abends noch etwas vorhaben.
Fragen Sie im Bewerbungsgespräch nach drei Dingen:
- Wie lang ist der Behandlungstakt?
- Wer macht Terminplanung, Telefon und Rezeptprüfung?
- Wie viele Patientinnen und Patienten stehen an einem normalen Tag im Plan?
Die Antworten sagen mehr über Ihr künftiges Arbeitsleben als zwei Euro Unterschied im Stundenlohn. Mehr dazu in unserem Beitrag über Arbeitszeit und Behandlungstakt.
Und die Wechselprämie?
Prämien von 1.000 oder 2.000 Euro für einen Wechsel sind in Berlin verbreitet. Rechnen Sie sie auf die Laufzeit um: Bei zwei Jahren im Betrieb sind 2.000 Euro Prämie umgerechnet rund 0,50 Euro pro Stunde. Ein Stundenlohn, der zwei Euro höher liegt, bringt im selben Zeitraum das Achtfache - und er bleibt, wenn die Prämie längst ausgegeben ist.
Wir zahlen aus diesem Grund keine Wechselprämien.
Was wir zahlen
22 bis 28 Euro pro Stunde, je nach Qualifikation und Erfahrung, bei einem 25-Minuten-Behandlungstakt und 30 Tagen Urlaub. Die Organisation läuft über ausgebildete Empfangskräfte, Fortbildungen werden bezuschusst - und, wichtiger: freigestellt, weil das Team mit 25 Menschen groß genug ist, Ihre Termine aufzufangen.
Alle offenen Stellen stehen unter Offene Stellen.
Quellen
- Durchschnittlicher Stundenlohn und Monatsgehalt: medi-karriere.de und jobvector.de, Stand 2026
- Die Angabe zur Vergütung bei Rundum Gesund ist der Rahmen, den wir für die aktuell ausgeschriebenen Stellen zahlen.